Bevor’s losgeht: Diese 5 Fragen sollten Sie sich vor dem Kauf einer PV-Anlage stellen

Photovoltaikanlage auf einem Schrägdach mit orangenen Ziegeln

Es ist ein sonniger Frühlingstag. Die Stromrechnung liegt frisch im Briefkasten – und sie ist mal wieder höher als erwartet. Gleichzeitig steigt das Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, Energie nachhaltiger zu nutzen. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Photovoltaikanlage – aus gutem Grund. Doch oft beginnt die Planung überhastet. Ohne eine genaue Vorstellung vom eigenen Strombedarf, den baulichen Gegebenheiten oder den finanziellen Möglichkeiten kann das Projekt schnell teurer und weniger effizient werden als nötig. Dabei entscheidet gerade die Vorbereitung darüber, wie gut Ihre Solaranlage später zu Ihnen, Ihrem Haus und Ihrem Alltag passt.

In diesem Artikel geben wir Ihnen die wichtigsten Fragen an die Hand, die Sie vor dem Kauf einer PV-Anlage beantworten sollten – für ein solides Fundament und eine Investition, die sich wirklich auszahlt.

Inhaltsverzeichnis

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wie viel Strom verbrauchen Sie wirklich?
  3. Passt Ihre Dachfläche für Photovoltaik?
  4. Eigenverbrauch oder Einspeisung?
  5. Wie finanzieren Sie Ihre Anlage?
  6. Welche Komponenten brauchen Sie wirklich?
  7. Zusammenfassung und Fazit

Das Wichtigste in Kürze

  • Der tatsächliche und zukünftige Stromverbrauch sind entscheidend für die richtige Anlagengröße.
  • Dachausrichtung, Neigung und Verschattung bestimmen die Machbarkeit Ihrer PV-Anlage.
  • Eigenverbrauch lohnt sich oft mehr als Einspeisung.
  • Förderungen und Finanzierungsoptionen bieten großes Sparpotenzial.

Wie viel Strom verbrauchen Sie wirklich?

Bevor Sie sich für eine Photovoltaikanlage entscheiden, ist ein realistischer Blick auf Ihren aktuellen Stromverbrauch unerlässlich. Viele Interessierte unterschätzen den eigenen Bedarf oder denken nicht an künftige Veränderungen. Fragen Sie sich daher:

  • Wie hoch ist mein aktueller Jahresverbrauch in kWh?
  • Welche Geräte oder Systeme verbrauchen besonders viel Strom?
  • Plane ich in naher Zukunft Anschaffungen wie ein E-Auto oder eine Wärmepumpe?

Gerade durch die Kombination mit einer modernen Heizlösung wie Wärmepumpen für Hannover steigt der Eigenverbrauch deutlich – was Ihre PV-Anlage wirtschaftlich noch interessanter macht.

Denken Sie bei der Planung immer in Perspektiven: Eine zu kleine Anlage kann schnell an ihre Grenzen stoßen, während eine überdimensionierte Lösung möglicherweise unnötige Kosten verursacht.

Einfamilienhaus mir einem Photovoltaikdach und Sonne im Hintergrund
AdobeStock – A.Terranova

Passt Ihre Dachfläche für Photovoltaik?

Nicht jedes Dach eignet sich für eine Photovoltaikanlage. Umso wichtiger ist ein fachlicher Check, bevor Investitionen getätigt werden. Diese Kriterien spielen eine Rolle:

  • Ausrichtung: Süddächer erzielen die höchsten Erträge, aber auch Ost-West-Ausrichtungen sind wirtschaftlich.
  • Dachneigung: Optimal ist ein Winkel zwischen 30 und 40 Grad. Flache Dächer lassen sich mit Montagesystemen anpassen.
  • Verschattung: Selbst kleine Schattenquellen wie Schornsteine oder Bäume können den Ertrag mindern.

Ein erfahrener Photovoltaik-Anbieter in Hannover kann eine fundierte Einschätzung geben und bei Bedarf Alternativen wie Aufständerungen oder Änderungen bei der Modulauswahl vorschlagen.

Eigenverbrauch oder Einspeisung?

Mit einer Photovoltaikanlage haben Sie zwei Optionen: den erzeugten Strom selbst nutzen oder ins öffentliche Netz einspeisen. Beides kann sich lohnen – je nach Verbrauchsprofil. Der Eigenverbrauch lohnt sich vor allem, wenn Sie tagsüber viel Strom verbrauchen (z. B. durch Homeoffice, Wärmepumpe oder E-Auto), mit einem Stromspeicher den Eigenverbrauchsanteil erhöhen können und langfristig unabhängig von Strompreisschwankungen sein möchten.

Die Einspeisung ist besonders dann attraktiv, wenn der Eigenverbrauch gering ist und die Anlage größer dimensioniert wurde. Die Einspeisevergütung ist jedoch meist niedriger als der Strompreis – das spricht oft für den Eigenverbrauch.

Wie finanzieren Sie Ihre Anlage?

Es gibt zahlreiche Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten, die eine PV-Anlage möglich machen. Drei Wege, die sich bewährt haben, sind:

  • Eigenmittel: ideal für maximale Ersparnis ohne laufende Kosten
  • Bankkredite: kombinierbar mit attraktiven Zinsen und flexibler Laufzeit
  • Förderprogramme: KfW-Zuschüsse, regionale Förderungen oder Steuererleichterungen

Eine frühzeitige Klärung Ihrer Finanzierungsmöglichkeiten bringt Planungssicherheit und eröffnet häufig unerwartete Einsparpotenziale.

Welche Komponenten brauchen Sie wirklich?

Eine PV-Anlage besteht aus mehr als nur Modulen. Je nach Zielsetzung benötigen Sie ergänzende Komponenten, aber nicht alle sind zwingend erforderlich. Diese Bestandteile sind typisch:

  • Wechselrichter: wandelt den Gleichstrom der Module in nutzbaren Wechselstrom um
  • Batteriespeicher: speichert überschüssigen Strom für später und erhöht damit den Eigenverbrauch
  • Wallbox: ermöglicht das Laden Ihres E-Autos direkt mit Solarstrom
  • Energiemanagementsystem: optimiert die Nutzung und Steuerung Ihres Stroms

Nicht jede Anlage braucht alles. Lassen Sie sich unabhängig beraten, was zu Ihrem Haushalt passt. So vermeiden Sie unnötige Kosten und sichern sich maximale Effizienz.

Zusammenfassung und Fazit

Eine Solaranlage lohnt sich – aber nur, wenn sie richtig geplant wird. Die oben genannten Fragen helfen Ihnen, Klarheit über Ihre Anforderungen, Möglichkeiten und Ziele zu gewinnen.

Mit einer durchdachten Planung schaffen Sie die Basis für eine nachhaltige und wirtschaftlich sinnvolle Energieversorgung. Sie möchten wissen, ob Ihr Haus für eine Photovoltaikanlage geeignet ist? Fragen Sie jetzt eine unverbindliche Beratung an. Wir begleiten Sie von der ersten Idee bis zur fertigen Lösung.

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